Welche Tiere sind als therapeutische Begleiter geeignet?

Für den pädagogisch-therapeutischen Einsatz eignen sich insbesondere Tiere mit einem gut ausgebildeten Sozialverhalten und einem ausgeprägten körpersprachlichen Vokabular. In der Regel sind dies Tiere, die unter natürlichen Bedingungen in sozialen Gruppenverbänden leben, wie z.B. Hunde und Pferde. Die Tiere sollten im Idealfall ein möglichst freundliches und ausgeglichenes Wesen besitzen, Interesse an ihrer Umgebung zeigen und den Kontakt zum Menschen bereits als Jungtiere kennen gelernt haben und von sich aus suchen.

Grundsätzlich können unterschiedliche Tierarten einer gewissen Hierarchie der Beziehungsmöglichkeiten zugeordnet werden, wobei diese nicht ausschließlich die Qualität der Beziehung bestimmt, da sich jeder Mensch unterschiedlich von bestimmten Tieren angesprochen fühlt. So gibt es Tiere die man nur ansehen kann (z.B. Fische), die man berühren kann aber die nur wenig Reaktion zeigen (z.B. Schildkröten), die ihr Missfallen oder Behagen deutlich zeigen (z.B. Kaninchen), solche, die ihre Gefühle deutlich machen (z.B. Hunde, Katzen) und solche auf denen man sitzen und diese Gefühle körperlich wahrnehmen kann (z.B. Esel, Ponys, Pferde). Insbesondere das Erleben des Getragen-Werdens berührt emotionale Grundbedürfnisse nach Geborgenheit, Sicherheit und Vertrauen.

Hase – Kommunikation-mit-Herz

Von grundlegender Bedeutung ist der Respekt, den man dem Tier als einem lebendigen Wesen mit ganz eigenen Bedürfnissen, Eigenschaften und Verhaltensweisen entgegenbringt. Dieser verantwortungsvolle Umgang erfordert, dass man die Bedürfnisse der einzelnen Tierarten kennt und diese in der Fütterung, der Unterbringung, der Pflege sowie im täglichen Umgang berücksichtigt. Denn nur, wenn das Tier sich wohl fühlt, wird eine freie Begegnung zwischen Mensch und Tier möglich und nur dann kann ein heilender Prozess stattfinden. Sowohl aus Respekt vor dem Tier als Individuum, als auch in Hinblick auf eine Unfallverhütung ist es notwendig, die Charaktereigenschaften, Möglichkeiten und Grenzen jedes einzelnen Tieres zu kennen.

Um möglichen Übertragungen von Krankheiten vom Tier auf den Menschen vorzubeugen ist die Gesundheitsvorsorge beim Tier selbst am Wichtigsten. Dazu gehören qualitativ hochwertige und artgerechte Nahrung, genügend Bewegung, tierärztliche Untersuchungen, Wurmkuren und Impfungen, sowie ausreichende Hygiene im Stall und auf den Weideflächen.