Wirkungen auf den Körper und die Wahrnehmung

Verschiedene Studien belegen, dass Tiere einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Herz- und Kreislauferkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, psychosomatischen Erkrankungen, kindlichen Verhaltens- und Entwicklungsstörungen, Neurosen und Psychosen leisten.

Insbesondere die Anregung aller Sinnesbereiche fördert eine positive Entwicklung. Neben der visuellen und akustischen Wahrnehmung, die häufig im Alltag von Kindern die bevorzugten Sinneskanäle darstellen, bieten Tiere zusätzlich intensive taktil-kinästhetische und olfaktorische Reize. Unterschiedliche Fellbeschaffenheiten, die Körperwärme, die Atmung und der Herzschlag der Tiere können gefühlt werden.

„Unser Körper und unsere Seele empfangen durch sanfte Berührung lebensnotwendige Signale von Sicherheit, Wärme und Geborgenheit. Biochemische Reaktionen von ca. fünf Millionen Sinneszellen auf der Haut – besonders viele und sensitive davon an Händen, Lippen und Zunge – erzeugen Signale im Gehirn und im ganzen Körper. Das vegetative Nervensystem und unser Kreislauf werden stimuliert, die Funktion aller Organe angeregt. Vor allem aber werden unser ganzer Hormonhaushalt und das Immunsystem positiv beeinflusst“ (KLIMKE 2002, S. 22).

Der Stall, die Tiere und deren Futter geben die Möglichkeit verschiedenste Gerüche wahrzunehmen. Der Geruchssinn ist ein Wahrnehmungsbereich, der häufig wenig Beachtung findet, sich aber prägend auf emotionale Stimmungen auswirken kann.

Durch den hohen Stellenwert der nonverbalen Kommunikation in der Begegnung mit Tieren können Kinder lernen sowohl körpersprachliche Signale des Gegenübers wahrzunehmen, als auch eigene Körpersignale wie beispielsweise die Körperhaltung und die Ausführung von Bewegungen bewusster zu erleben und das Körpergefühl zu verfeinern.